Archive for November, 2010
Mit ein paar Klicks das Klima schützen – ganz so einfach ist es nicht. Die Anbieter von grünen Suchmaschinen werben zum Teil mit irreführenden Aussagen. Beispielsweise damit, dass jede Anfrage eine bestimmte Anzahl von Quadratmetern Regenwald schützt.
Doch tatsächlich führt nur jeder Klick auf einen Werbelink, einen so genannten “gesponserten Link”, zu einer Spende für Klimaschutz-Projekte. Das Geld stammt nämlich von Firmen, die mit Marketing im grünen Umfeld neue Kunden gewinnen möchten. Wer jetzt denkt “viel hilft viel” und tausendfach auf die Werbelinks klickt, liegt leider falsch. Die Aktivitäten werden statistisch erfasst, und bei einer “unnatürlichen Nutzung” ziehen die Unternehmen ihre Werbeanzeigen zurück.
Weiterlesen im HANDELSBLATT: Klima-Orakel: Was bringen grüne Suchmaschinen? – Technologie – Energie + Umwelt – Klima-Orakel – Handelsblatt.com.
So unfrei kann Forschung sein: Ein Arbeitsmarktexperte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung bezeichnet den Fachkräftemangel als “Fata Morgana”. Weil das nicht zu Aussagen des Präsidenten passt, verschob das DIW die Veröffentlichung der Studie – und trimmte sie auf Hauslinie.
Klaus F. Zimmermann ist immer ganz vorne dabei, wenn es um die großen Fragen der Wirtschaftswissenschaften geht. Schließlich ist er Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung DIW in Berlin und Direktor des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit. Ob ein Statement zum Verlauf der Konjunktur, zum desolaten Staatshaushalt oder zum Fachkräftemangel – Zimmermann geht kaum einem Journalisten aus dem Weg. Und was ihn für die Medien besonders attraktiv macht: Er hat zu allem eine sehr pointierte Meinung.
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Die deutsche Industrie klagt seit Jahren über den Mangel an Fachkräften und vermeintlich fatale Folgen für die Wirtschaft. Forscher haben sich die populäre These genauer angeguckt – und sind zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen: Sie ist falsch.
Berlin – Die Rechnung der deutschen Industrie geht seit Jahren so: Weil Techniker und Computerexperten fehlen, exportiert die Bundesrepublik weniger als möglich. Und die Firmen stellen entsprechend auch weniger einfach qualifizierte Arbeitskräfte ein. Deshalb gefährdet der Mangel an Fachkräften nicht nur den aktuellen Aufschwung, sondern auch langfristig die Entwicklung der Wirtschaft.
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Google hat im seit Langem heiß umkämpften Suchmaschinen-Business einen weiteren Mitbewerber ausschalten können. Ask.com stellt seine Suchfunktion ein und gratuliert dem Branchen-Primus zur Vormachtstellung.
Ask.com startete bereits 1996 als Ask Jeeves und hatte sich das Ziel gesetzt, Such-Anfragen, die in kompletten Sätzen gestellt wurden, zu beantworten. Während die Suchmaschine in Deutschland eher unbekannt blieb, war sie in den USA umso beliebter und zählte bis zuletzt zu den wenigen, die neben Google existieren konnten.
Zuletzt war der Marktanteil jedoch auf überschaubare zwei Prozent zusammengeschrumpft, womit sich das Angebot nicht mehr rentabel betreiben ließ. In einem Blogeintrag verkündete CEO Doug Leeds nun das Ende der Suchfunktion von Ask.com. Mit diesem Schritt geht für 130 Mitarbeiter von Ask.com auch der Verlust des Jobs einher. Zwei Niederlassungen in den USA und China werden komplett geschlossen.
Zielgruppenanalyse von Smartphone-Nutzern:
Das Geheimnis über die Nutzer von Iphone, Blackberry und Android ist nun endlich gelüftet.

Ohne Google geht gar nichts: Der profitable Suchmaschinenmarkt scheint fest in der Hand des Giganten, bisher blieben alle Herausforderer glücklos. Blekko will das jetzt ändern – indem es die Intelligenz aller Nutzer anzapft und im Gegenzug endlich smarte Suchergebnisse verspricht.
Die Geschichte, die im Märchen meist nicht erzählt wird, ist die des glücklosen Herausforderers: Ein Ritter mit blitzendem Schwert und edlem Ross zieht heißen Herzens in den Kampf – und wird dann vom Drachen gefressen. So ein verhinderter Held ist eine Nebenfigur, die später allenfalls als Opfer kurz erwähnt wird und schnell vergessen ist.
Seit Google das Reich der Suchmaschinen regiert, hat es eine Menge solcher Ritter gegeben. Der letzte hieß Cuil, eine Firma, die im vorletzten Jahr mit Vorschusslorbeeren und einigen Millionen Risikokapital im Rücken antrat, Google das Fürchten zu lehren ( vom ersten Tag an aber nicht überzeugen konnte). Als Cuil im September 2010 schließlich aufgab, berichtete das kaum jemand – der Herausforderer war vergessen, bevor er röchelnd verreckt war.
Andere ließen sich von größeren Markt-Playern schlucken oder gingen das ein, was euphemistisch “Kooperation” heißt – so wie das so hoch gelobte Wolfram Alpha, das vor allem als Zulieferer für Microsofts Bing weiterlebt. In seiner Allianz mit Yahoo ist Bing der letzte nennenswerte Konkurrent für Google auf dem Weltmarkt. Nur regional gibt es noch Dienste, die Google Paroli bieten können, wie Baidu in China oder Yandex in Russland – nicht zufällig bedienen diese Sprachräume, die sich unter anderem auf ein anderes Schriftsystem stützen….
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