Blekko: Die Such-doch-mit-Maschine

Ohne Google geht gar nichts: Der profitable Suchmaschinenmarkt scheint fest in der Hand des Giganten, bisher blieben alle Herausforderer glücklos. Blekko will das jetzt ändern – indem es die Intelligenz aller Nutzer anzapft und im Gegenzug endlich smarte Suchergebnisse verspricht.

Die Geschichte, die im Märchen meist nicht erzählt wird, ist die des glücklosen Herausforderers: Ein Ritter mit blitzendem Schwert und edlem Ross zieht heißen Herzens in den Kampf – und wird dann vom Drachen gefressen. So ein verhinderter Held ist eine Nebenfigur, die später allenfalls als Opfer kurz erwähnt wird und schnell vergessen ist.

Seit Google das Reich der Suchmaschinen regiert, hat es eine Menge solcher Ritter gegeben. Der letzte hieß Cuil, eine Firma, die im vorletzten Jahr mit Vorschusslorbeeren und einigen Millionen Risikokapital im Rücken antrat, Google das Fürchten zu lehren ( vom ersten Tag an aber nicht überzeugen konnte). Als Cuil im September 2010 schließlich aufgab, berichtete das kaum jemand – der Herausforderer war vergessen, bevor er röchelnd verreckt war.

Andere ließen sich von größeren Markt-Playern schlucken oder gingen das ein, was euphemistisch „Kooperation“ heißt – so wie das so hoch gelobte Wolfram Alpha, das vor allem als Zulieferer für Microsofts Bing weiterlebt. In seiner Allianz mit Yahoo ist Bing der letzte nennenswerte Konkurrent für Google auf dem Weltmarkt. Nur regional gibt es noch Dienste, die Google Paroli bieten können, wie Baidu in China oder Yandex in Russland – nicht zufällig bedienen diese Sprachräume, die sich unter anderem auf ein anderes Schriftsystem stützen….

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