Energiepolitik: Die Ewiggestrigen

Strom aus Kohle und Atomkraftwerken sind Gift für eine zukunftsgerichtete Energiepolitik, die einem Industriestaat wie Deutschland gerecht werden muss. Kaum sind erneuerbare Energien wirtschaftlich und effizient genug, um in einem absehbaren Zeitraum fossile Brennstoffe abzulösen, melden sich die ewig Gestrigen zu Wort. Mit markigen Anzeigen und Weltverschwörungs-Szenarien wollen sie aufgeklärten Bürgern weismachen dass es nicht ohne die Technik aus den 50er Jahren geht.

Dass Uran ebenso endlich ist wie Öl und die Endlagerung des strahlenden Abfalls noch immer nicht geklärt ist haben die Herren leider vergessen, wenn sie überhaupt schon einmal über morgen nachgedacht haben… „Nach uns die Sintflut“ scheint der Wahlspruch. Und die Manager reden dabei über Laufzeiten für Atommeiler, die keiner von uns einer heimischen Ölheizung zumuten würden.

Aber mit nüchternem Blick auf die Personen und Unternehmen dahinter fällt einem der Spruch ein: „Rauchen ist Gesund – gezeichnet Dr. Marlboro..“. Aber was sollen sie auch anderes machen als mit der Keule schlagen, wenn ihnen die Gewinne zusammenschrumpfen sobald eines der geliebten Kraftwerke inRente geht.

Und die anderen, nicht-Energielobbyisten? Sie sollten die Herausforderung annehmen und Innovationen fördern, Neues erkunden und mit Kreativität auf eine Zeit nach Atom und Kohle hinarbeiten. Denn mit der richtigen Weichenstellung ist in absehbarer Zeit die Chance auf eine nachhaltige und umweltfreundliche Energieerzeugung gegeben. Auch in Deutschland – oder gerade hier, denn „Made in Germany“ steht noch heute für gute und hochwertige Ingenieurskunst, Qualität und Innovation.

Am besten lächeln wir noch einmal über die alte Riege und freuen uns, dass auch sie bald in Rente gehen. Hoffen wir nur, dass die Nachfolger etwas weiter denken als zur nächsten Jahreshauptversammlung.

„Ein unsichtbarer Feind ist‘s, den ich fürchte,
Der in der Menschen Brust mir widersteht,
Durch feige Furcht allein mir fürchterlich.

Nicht, was lebendig, kraftvoll sich verkündigt,
Ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz
Gemeine ist‘s, das ewig Gestrige,
Was immer war und immer wiederkehrt
Und morgen gilt, weil‘s heute hat gegolten!“

Friedrich von Schiller

Link zu den Ewiggestrigen: Diese Topmanager kämpfen für Kohle und Atom – manager-magazin.de – Politik.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.